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Модератор форума: Саня, Томик 
ВВС СГВ » ВОЕННОПЛЕННЫЕ - ШТАЛАГИ, ОФЛАГИ, КОНЦЛАГЕРЯ » Лагеря IX военного округа Германии ( Kassel ) » Stalag IX C Bad Sulza » Res.Lazarett Herleshausen (Herleshausen , Hessen, Deutschland.)
Res.Lazarett Herleshausen
СаняДата: Среда, 27 Октябрь 2010, 14.25.27 | Сообщение # 1
Админ
Сообщений: 65535

Отсутствует
Kgf. Lazarett Herleshausen


Херлесхаузен это город в Верра-Майснер-Kreis в Гессен , Германия .

На карте Германии:








Сайт города:

http://www.herleshausen.de/

Статья про лагерь на немецком языке:

http://www.herleshausen.de/Kriegsgr/Text.pdf

В статье рассказывается про местного жителя,который в годы войны работал врачом в лазарете и тайно хоронил военнопленных умерших от туберкулеза,хотя согласно инструкции их положено было сжигать.
Часть статьи переведенной в текст:
[cut noguest]Sowjetische Kriegsgräberstätte Herleshausen
Stand: 18.09.2009
haben auch Mütter daheim, die ängstigen sich ge-
nauso, wie ich mich um Dich ängstige...”. Mit sol-
chen Worten begründete er seinen Einsatz für die
sowjetischen Kriegsgefangenen, eine nicht nur aus
heutiger Sicht mutige und bewundernswerte Hal-
tung. Nie betrachtete er seine Handlung als persön-
liche Leistung. Allzu deutlich war ihm noch in
Erinnerung, wie schmerzlich seine Mutter darunter
zu leiden hatte, dass sein Bruder Heinrich im ersten
Weltkrieg verschollen blieb.
„Wiktor Nowikow, Schüler, geboren in Moskau,
gestorben in Herleshausen, 22 Jahre alt, beerdigt
am 27.12.1944 in der 56. Reihe, Grab Nr. 1.322”
Dies ist eine von 1593 Eintragungen im Sterbebuch
des Standesamtes Herleshausen, die der damalige
Bürgermeister und Standesbeamte Karl Fehr gegen
den Widerstand der SS-Oberen aus Eisenach und
Berlin vorgenommen hat. Fast überall in Deutsch-
land wurden sowjetische Kriegsgefangene namen-
los am Rande der Friedhöfe oder außerhalb der
Lager eingegraben. Sie erlitten das Schicksal vie-
ler, welche die menschenverachtende Ideologie des
NS-Regimes als nicht vollwertig ansah und selbst
die Toten unwürdig behandelte.
Bürgermeister Fehr blieb hartnäckig, obwohl es für
ihn nicht ungefährlich war, und verlangte vom je-
weiligen Lagerarzt des „Stalag IX B” einen Toten-
schein, wie es das preußische Standesamtsgesetz
vorschrieb, das von den damaligen Machthabern
nicht außer Kraft gesetzt worden war: „Wer in
meiner Gemeinde stirbt, wird ordnungsgemäß re-
gistriert und anständig begraben”, war sein morali-
scher Anspruch.
Karl Fehr, *1890 †1973, Standesbeamter (1926 -
1956) und Bürgermeister (1924 – 1945 / 1948 -
1956) der Gemeinde Herleshausen
Karl Fehr handelte damals nicht nur aus couragier-
tem Pflichtbewusstsein, sondern vielmehr als mit-
fühlender Mensch: „Als ich als junger Bursche in
den ersten Weltkrieg zog, sagte meine Mutter zu
mir: Junge, vergiss nicht, Franzosen und Russen
Bürgermeister Fehr konnte als einziger Standes-
beamter in Deutschland nach dem Kriege dem
Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge alle
Namen und Daten der toten Kriegsgefangenen
übergeben, die er würdig hatte bestatten lassen.
Dem Volksbund war es dadurch möglich, den Fa-
milien in der Sowjetunion Gewissheit über den
Tod ihrer bis dahin vermissten Angehörigen zu
geben.
Aus Mitteln des Volksbundes, durch Mitglieder
und Förderer erbracht, plante und erstellte man
eine würdige Ruhestätte. Zum Bau der Umfriedung
und der Gestaltung des Eingangsbereiches diente
der rote Sandstein, der hauptsächlich bei der Er-
richtung des Autobahnviaduktes in der Nähe des
Lagers verwendet worden war.
Weitere Infos: www.herleshausen.de  Unsere Gemeinde  Fotoalbum Kriegsgräberstätte

Sowjetische Kriegsgräberstätte Herleshausen
Seite 2
Stand: 18.09.2009
Der Friedhof vor seiner Umgestaltung als Gedenk-
stätte, aufgenommen etwa 1957. Erkennbar die
weißen Schilder an den Grabhügeln mit den Na-
men, darüber der rote Sowjet-Stern.
Von links: Drei Vertreter der sowjetischen
Botschaft in Deutschland, Landrat Kubitz, Re-
gierungspräsident Hoch, Hessens Innenminis-
ter Schneider und Alfred Schneider, Vorsit-
zender des VDK (ganz rechts ein Reporter).
Karl Fehr wurde 1967 mit dem Bundesverdienst-
kreuz ausgezeichnet. Viel wichtiger als diese Eh-
rung waren ihm die zahlreichen Briefe von Ange-
hörigen der hier bestatteten Kriegstoten aus der
Sowjetunion. Die Mutter von Viktor Nowikow
schrieb: „Ich finde keine Worte, um Ihnen meinen
Dank zu sagen für die Aufmerksamkeit, die Sie
einer alten Mutter schenkten, die ihr liebes Kind
verloren hat. Meine Augen werden nicht trocken,
wenn ich das Foto mit dem Grabstein meines Jun-
gen sehe. Ich schicke Ihnen meinen mütterlichen
Dank für Ihre Bemühungen um meinen verstorbe-
nen Viktor und um mich. Wie viel Unglück brachte
doch der Krieg den Müttern, Frauen, Vätern und
Kindern ...”.
Frau Popudenko Anna Onisimowna aus Selo
Nowosemschkoje schrieb nach Herleshausen: „Ich
übersende Ihnen meine Dankbarkeit für die Pflege
der Gräber unserer Soldaten, welche in Ihrem
Land gefallen sind. Ich bin die Mutter des Georg
Popudenko, der geboren ist im Jahre 1914. Er hat
seinen Frieden in Ihrem Land gefunden. Mich,
seine jetzt 94jährige Mutter, und seine Tochter
Walentina Georgjewna hat er zurückgelassen. Sei-
ne Frau hat auch schon ihre Ruhe in der Erde ge-
funden.
Ich habe ihre Tochter Walentina erzogen und im-
mer gewartet, dass vielleicht mein Sohn sich doch
noch irgendwoher melden würde. Nun wurde mir
die Nachricht von seinem Tode übersandt. Ich bitte
Sie, meinen lieben Kindern und mir mitzuteilen,
wie er gestorben ist. Machen Sie doch bitte noch
eine Aufnahme von seinem Grab.
Am 26.09.1959 wurde der Friedhof als Mahn- und
Gedenkstätte in seiner heutigen Form eingeweiht.
An dieser Feier nahm neben anderen Vertretern des
öffentlichen Lebens auch der damalige sowjetische
Botschafter in Bonn teil. Ein russisch-orthodoxer
Priester, der den Friedhof 1960 besuchte, segnete
diesen Ort.

Sowjetische Kriegsgräberstätte Herleshausen
Seite 3
Stand: 18.09.2009
Schreiben Sie doch bitte auch, wer mit ihm zusam-
men war aus dem Dorf Nowosemschkow, Strawro-
nalskowskraija. Schreiben Sie mir bitte, ob er er-
schossen wurde oder normalen Todes gestorben
ist. Wie kamen Sie nur darauf, mir diese Mitteilung
zu machen? 1939 hatte man ihn wegen Krankheit
nicht zum Wehrdienst genommen, als der Krieg
ausbrach, kam er sofort an die Front, und ich habe
nie mehr eine Nachricht von ihm bekommen.
Schreiben Sie mir doch bitte bald, denn meine Ta-
ge sind gezählt. Auch Walentina weiß nun endlich,
wo ihr Vater beerdigt ist.“
Der letzte Brief aus der Sowjetunion, der Karl Fehr
erreichte (er starb 1973 im Alter von 83 Jahren),
kam aus der Ukraine: „Gerne hätte ich ein wenig
Geld mitgeschickt für die Pflege des Grabes mei-
nes Vaters. Am liebsten würde ich selbst nach Her-
leshausen kommen, wenn das nur ginge ... Nun
schicke ich Ihnen ein paar Blumenkerne. Ich weiß
nicht, ob Sie in Deutschland diese Blumen kennen?
Es sind Blumen, die im Spätsommer dicke schwar-
ze Ölkerne bekommen. Es gibt sehr viele davon
hier bei uns in der Ukraine, und mein Vater hatte
sie immer so gerne ...”. Im Jahr darauf blühten am
Grabe von Iwan Antonow Sonnenblumen.
Noch heute kommen Briefe über den Suchdienst
des Deutschen Roten Kreuzes oder den Volksbund
an die Gemeinde Herleshausen, in denen darum
gebeten wird, dass man Fotos vom Friedhof und
vom Grab der Angehörigen schickt. Gern wird
dieser Wunsch erfüllt.
Seltener dagegen sind persönliche Besuche. Am
13.07.1971 stand Maria Loginowa Tkatsch aus
Odessa am Grabe ihres Vaters, die als erste Ange-
hörige eines Kriegstoten ein Visum für die Reise
nach Deutschland bekam.
Das blonde, hochgesteckte Haar mit einem schwar-
zen Schleiertuch bedeckt, schritt Maria über die
schattige Rasenfläche an den langen Reihen der in
den Boden eingelassenen Bronzetafeln entlang.
Dann hatte sie den Namen gefunden – Login
Tkatsch, geboren am 12.02.1895, gestorben am
31.05.1943. Sie ordnete die mitgebrachten Blumen
und verweilte lange Zeit andächtig vor dem Grab,
in dem ihr Vater zusammen mit vier Leidensgenos-
sen seine letzte Ruhestätte gefunden hat.
Maria hat ihren Vater nie gekannt. Als Login
Tkatsch zum Militär eingezogen wurde, stand seine
Frau mit vier kleinen Kindern alleine da.
„Leider kann ich nur über einen Dolmetscher sa-
gen, wie mir ums Herz war, als ich endlich auf
diesem wunderschönen Waldfriedhof stand. Im
Namen meiner Mutter, meiner Geschwister und
aller Verwandten danke ich dafür, dass das Grab
meines Vaters über so lange Jahre hinaus gepflegt
wurde ... Könnten Sie russisch sprechen, würden
Sie noch besser verstehen, was ich sagen wollte.”
So verabschiedete sie sich damals beim Volks-
bund, der sie während ihres Besuches in der Bun-
desrepublik betreut hat.
Die „Glasnost-Ära” von Michael Gorbatschow gab
weiteren Angehörigen die Möglichkeit, den Fried-
hof in Herleshausen
zu besuchen. Unter
ihnen
war
Iman
Sajnalow aus Aser-
baidschan, der in
ritueller
Zeremonie
der Moslems mitge-
brachte Heimaterde
über das Grab seines
Vaters verstreute und
ihm damit die letzte
Ehre erwies.
Er nahm auch Erde
vom Grab des Vaters
mit nach Hause, um
sie dort im Beisein der Familie und Freunde auf
dem Friedhof zu verstreuen. Erst jetzt gab er damit
seinem Vater den ewigen Frieden. Ausführlichere
Informationen hierzu im Abschnitt „Nachträ-
ge“, Seite 5 ff.

Sowjetische Kriegsgräberstätte Herleshausen
Seite 4
Stand: 18.09.2009
Die Entstehung des Lagers
Mit dem Bau der Reichsautobahn bei Herleshausen
(heute: A 4) wurden 1938 mehrere Barackenlager
errichtet, in denen die Arbeiter Unterkunft fanden.
Eines dieser Lager, es befand sich an der Land-
straße nach Frauenborn, wurde Mitte 1940 von der
Wehrmacht übernommen und als Kriegsgefange-
nenlager eingerichtet.
Zunächst waren französische, dann sowjetische
Gefangene interniert, die man zu Erdarbeiten an
der Autobahnbaustelle einsetzte. Als Ende 1942 im
Lager „Ramsborn” bei Eisenach Tuberkulose aus-
brach, wurden die arbeitsfähigen Gefangenen aus
Herleshausen abgezogen. In das „Stalag IX B“, wie
das Lager an der Straße zwischen Herleshausen
und Frauenborn offiziell bezeichnet wurde, kamen
dann die erkrankten Sowjets aus Ramsborn und
anderen Lagern. Durch das Fortschreiten der
Krankheit und die schlechte Verpflegungslage
wurde es für die meisten zum Sterbelager.
Schwere körperliche Arbeiten konnten und brauch-
ten diese Kriegsgefangenen nicht zu verrichten.
Ein Ort internationaler Begegnungen
Der Volksbund hat es verstanden, Jugendliche vie-
ler Nationen zu motivieren, gemeinsam Kriegsgrä-
berstätten in der Bundesrepublik und im Ausland
zu pflegen und zu erhalten.
So trafen sich erstmals 1979 junge Menschen aus
der Bundesrepublik Deutschland, Großbritannien
und Norwegen in Herleshausen zum Arbeitseinsatz
auf dem Soldatenfriedhof. Begegnungen mit Her-
leshäuser Jugendgruppen, besinnliche Stunden,
Spaß und Geselligkeit gehörten mit zum Programm
der sich fast jährlich wiederholenden Jugendlager,
zu denen seit 1988 auch Jugendliche aus den Re-
publiken der ehemaligen Sowjetunion und anderer
osteuropäischer Staaten gehören. (Lesen Sie hier-
zu den Bericht „We shall overcome“).
Das ehemalige Kriegsgefangenenlager „Stalag IX
B“ an der Straße nach Frauenborn. Die Aufnah-
me entstand zu einer Zeit, als es noch kein Kriegs-
gefangenenlager, sondern das „Reichsautobahn-
lager Herleshausen der Fa. Arno Arold, Kassel“,
war.
Die ersten Verstorbenen wurden in unmittelbarer
Nähe des Lagers beigesetzt und später auf die heu-
tige Kriegsgräberstätte umgebettet. Die Gefange-
nen, die das Leben in diesem Lager überlebt hat-
ten, wurden am Ostersonntag 1945 (01.04.) von
den amerikanischen Truppen befreit und konnten
den langen Weg in ihre Heimat antreten.1)
1)
Dieser Teil des Berichtes muss nach neueren Er-
kenntnissen umgeschrieben werden! (s. S. 15 ff).

Sowjetische Kriegsgräberstätte Herleshausen
Seite 5
Stand: 18.09.2009
Sie kommen immer wieder, andere Nationen kom-
men hinzu, begegnen sich, werden erinnert an die
schrecklichen Folgen aller Kriege, die hoffentlich
für sie Geschichte bleiben.
Erschüttert standen die Jugendlichen 1990 im ehe-
maligen Konzentrationslager Buchenwald. Betrof-
fen von dem für sie Unvorstellbaren, bestärkt in
dem Ziel für Freundschaft und Versöhnung viel zu
tun. So halfen sie auch beim Abbau des Zaunes an
der innerdeutschen Grenze zwischen Herleshausen
und Wartha. Erschreckend als man wenig später
erfuhr, dass sich in unmittelbarer Nähe ihres Ein-
satzortes noch eine scharfe Mine der Grenzsiche-
rungsanlage befand.
Kriegsveteranen aus Russland (05.1990)
„Kriegsgräber sind die großen Prediger des
Friedens und ihre Bedeutung als solche wird
immer mehr zunehmen!” …
… sagte Albert Schweitzer.
In Herleshausen mahnen 1.593 Kriegstote mit ih-
rem Namen, nie wieder Hass und Krieg in Europa
und auf dieser Welt zuzulassen. (H.S.)2)
Ergänzungen / Nachträge:
Heimaterde für das Grab des Vaters
Iman Sajnalow besucht das Grab seines Vaters
Gazachlar in der Sowjetrepublik Aserbaidschan
unweit der Westküste des Kaspischen Meeres, 22.
März 1985. Man feiert ein Fest, Frühlingsanfang.
Ähnlich unserer Kirmes. Auch die Familie des
Iman Sajnalow feiert. … Plötzlich … Erinnerung!
Das sowjetische Rote Kreuz hat im Jahre 1976 die
Familie davon unterrichtet, dass der Vater Imans,
Dadash Sajnalow, „… am 22. März 1943 in Her-
leshausen verstorben ist und dort auf dem sowjeti-
schen Soldatenfriedhof im Grab Nr. 205, 11. Reihe,
beigesetzt wurde. Das Grab wird gepflegt, der
Friedhof befindet sich in einem guten Zustand.“
Heute ist sein Todestag! Man schaut zum Bild des
Vaters, das im Wohnzimmer an der Wand hängt.
Trauer verdrängt die fröhliche Stimmung. Iman
war gerade 10 Tage alt, als sein Vater zum Dienst
in die sowjetische Armee eingezogen wurde und
dann nicht wieder nach Hause kam.
Als Quelle zum vorstehenden Bericht dienten zahlrei-
che Zeitungsberichte, insbes. aber der Aufsatz von
Horst Knaut: „Wiktor Nowikow, 22 Jahre alt …“,
veröffentlicht in der VDK-Zeitschrift „Kriegsgräberfür-
sorge“, Heft 2/1971.
2)
Den Anregungen der Jugendlichen ist es zu ver-
danken, dass sich die „Alten“, die einst Feinde
waren, trafen und sich die Hände gaben. Sowjeti-
sche Veteranen aus Tambow (ca. 450 km südöst-
lich von Moskau) kamen im Mai 1990 nach Her-
leshausen und schon im Juli 1990 besuchten Deut-
sche Kriegsgefangenfriedhöfe in der dortigen Re-
gion:
Versöhnung an den Gräbern!

Sowjetische Kriegsgräberstätte Herleshausen
Seite 6
Stand: 18.09.2009
Schon als kleiner Junge hat Iman Sajnalow seine
Mutter immer wieder nach seinem Vater gefragt.
Er konnte nicht begreifen, dass er das Schicksal
unzähliger Kinder in der Sowjetunion, in Deutsch-
land, in Frankreich, in England, in Italien, in Öster-
reich ... ja auf der ganzen Welt erleiden musste.
Früh begann er nach seinem Vater zu suchen. Viele
Briefe blieben unbeantwortet oder ohne die erhoff-
te Auskunft. Erst ein Brief an das sowjetische Au-
ßenministerium brachte ihm den richtigen Hinweis,
er müsse sich an das sowjetische Rote Kreuz wen-
den. Dann 1976, endlich Gewissheit! Die Familie
beschloss, dass Iman sich einen langjährigen
Wunsch erfüllen und das Grab seines Vaters besu-
chen sollte. In relativ kurzer Zeit und ohne größere
Umstände war Iman im Besitz des Visums und des
erforderlichen Reisepasses.
Allein drei Monatsgehälter musste Iman Sajnalow
für die Flugreise aufwenden, um am 25.11.1985 in
Herleshausen anzukommen. Freundlich, beschei-
den, zurückhaltend meldete er sich in der Gemein-
deverwaltung. Eine Reisebekanntschaft half per
Telefon, die anfänglichen Verständigungsschwie-
rigkeiten zu überwinden und insbesondere auch
den Namen und damit den Sterbeeintrag im Stan-
desamt Herleshausen zu finden. Dann der Besuch
des sowjetischen Kriegsgefangenenfriedhofes.
Welche Gefühle bewegen einen Mann, der zum
ersten Mal einen Friedhof betritt, auf dem sein Va-
ter, den er nicht persönlich gekannt hat, beerdigt
ist? Man kann es nicht beschreiben! Iman Sajnalow
versucht, seine Gefühle zu verbergen. Dann steht
er am Grab. … Stille. … Iman starrt auf die Bron-
zetafel, er kniet nieder und küsst den Namen seines
Vaters. Nun kann sich Iman nicht mehr beherr-
schen. Er weint mit bebenden Schultern. „Warum
...? Nie wieder ...! Frieden ...! Peace ...!“ Mehr-
mals sind diese Worte zu vernehmen.
Danach ein langes moslemisches Gebet. Iman hat
seinem Vater Heimaterde aus Aserbaidschan mit-
gebracht, die er in ritueller Zeremonie über das
Grab streut. Er wird auch Erde vom Grab mit nach
Hause nehmen, um eine symbolische Verbindung
zu seinem Vater zu haben. Einen Granatapfel, den
er aus seinem Garten mitgebracht hat, legt er als
Zeichen seiner Verbundenheit am Grab nieder.
Dazu erklingen aserbaidschanische Lieder von
einem Kassettenrecorder.
Iman Sajnalow aus Aserbaidschan steht im Nov.
1985 mit Bürgermeister Uwe Hartmann am Grab
seines Vaters Dardash (richtig = Tardasch; Reihe
11), der zum Kriegsdienst eingezogen wurde, als
Iman gerade geboren war.
Am nächsten Tag, als eine Dolmetscherin zugegen
ist, sprudelt Iman Sajnalow förmlich aus sich her-
aus. Er wollte alles das, was er bisher aufgrund der
Verständigungsschwierigkeiten nicht sagen konnte,
aussprechen, wollte seine Eindrücke vermitteln,
wollte sagen, was ihn bewegt. Dass er dankbar ist,
dass er das Grab seines Vaters besuchen durfte,
dass alles so ordentlich und friedlich ist, dass alle
so freundlich und hilfsbereit zu ihm sind, dass er
zuhause über alles berichten wird, was er gesehen
und erlebt hat ... und ... und ... und! Dankbar ist er
aber insbesondere dem Altbürgermeister Karl Fehr.
Er ermöglichte, dass sein Vater würdig bestattet
und sein Todesfall ordnungsgemäß registriert wur-
de, sodass Iman erfahren konnte, wo sein Vater
begraben liegt. Karl Fehr wird - so meint Iman
Sajnalow - jetzt seinen Platz im Himmel haben,
Gott wird ihm für sein Werk danken.

Sowjetische Kriegsgräberstätte Herleshausen
Seite 7
Stand: 18.09.2009
Iman Sajnalow ist am 03.12.1985 zu seiner Mutter
und seiner Familie zurückgekehrt. Neben zahlrei-
chen Bildern, einem kurzen Film über den Friedhof
und über Herleshausen wird er noch etwas mit
nach Hause nehmen: Auch in Herleshausen woh-
nen Menschen, die nur eines wollen: Frieden!
Herr Sajnalow hat bei der Durchsicht der Gräber-
liste festgestellt, dass viele der Verstorbenen aus
seiner Heimat stammen. Deshalb nahm er eine Ko-
pie des Verzeichnisses mit nach Hause, um in
Aserbaidschan Angehörige aufzusuchen und ihnen
von Herleshausen zu berichten. Gute Reise, Iman
Sajnalow, lebe wohl – guter Freund! (H.S., aus:
DER SÜDRINGGAU, Nr. 49 / 05.12.1985).
und gebrechlich ist, machten sich drei von ihren
fünf Kindern auf die Reise, Sohn Tahir (56 Jahre)
und die Töchter Minja (48 Jahre; re.) und Tadams-
ha (46 Jahre) und standen nach beschwerlicher
Reise am 12.07.1988 am Grab in der 59. Reihe.
Iman Sajnalow besuchte noch zwei Mal das Grab
seines Vaters (Jan. 1989 und Febr. 1991). Beim
letzten Besuch begleitete ihn seine Tochter Amalia.
Leider brach der Kontakt zu ihm während der Wir-
ren des Bürgerkrieges in der Kaukasus-Region in
den 1990er Jahren ab, von denen auch Aserbai-
dschan nicht verschont geblieben ist.
Besuch der Geschwister Masimow (Aug. 1988)
Iman Sajnalows Berichten in verschiedenen aser-
baidschansichen Zeitungen und im Fernsehen ist es
zu verdanken, dass auch die Geschwister Masimow
erfuhren, dass ihr Vater Jachja, dessen Grab sie in
den Jahren zuvor vergeblich gesucht hatten, auf
dem Friedhof in Herleshausen seine letzte Ruhe-
stätte gefunden hat. Nun bekamen sie und ihre in-
zwischen betagte Mutter Saly endlich Gewissheit!
Familie Masimow setzte sich mit Iman in Verbin-
dung, erfuhr nähere Einzelheiten und schnell war
der Entschluss gefasst, das Grab des Vaters zu be-
suchen.
Doch es dauerte noch eine Weile, bis das nötige
Geld für die lange Reise gespart war. Im Sommer
1988 war es so weit. Da Saly Masimow schon alt
Beim Gang über den sowjetischen Soldatenfried-
hof herrschte bedrückende Stille. Nur das unter-
drückte Schluchzen der beiden Frauen war hin und
wieder zu hören. Das Grab Jachja Masimows war
bereits durch einen Blumenstrauß gekennzeichnet,
sodass man die Gäste das letzte Stück des Weges
alleine gehen ließ, um sie in ihren Gedanken nicht
zu stören. Was sich in
diesen Augenblicken am
Grab des Jachja Masi-
mow abspielte, lässt sich
nicht beschreiben. Trä-
nen flossen, Klagelieder
wurden
angestimmt,
immer wieder moslemi-
sche Gebete und Tränen,
dass selbst die aus der
Ferne zuschauenden Be-
gleiter vor innerer Rüh-
rung mit den Tränen kämpfen mussten. Wieder ist
ein Name nicht einer unter 1.593 Namen, sondern
ein Schicksal. Er ist kein Unbekannter mehr und
sein Tod wird einen kleinen Beitrag zur Völkerver-
ständigung leisten.
In einer langen Zeremonie streuten die Kinder
Heimaterde aus Aserbaidschan über das Grab ihres
Vaters, wie es vor 2 1/2 Jahren Iman Sajnalow
auch getan hat. Mit bloßen Händen grub danach
Tahir Masimow Erde vom Grab seines Vaters aus
und füllte sie in einen kleinen Plastikbeutel.

Sowjetische Kriegsgräberstätte Herleshausen
Seite 8
Stand: 18.09.2009
Wenn er nach Hause kommt, werden die Familie
und alle Angehörigen eingeladen. Nach moslemi-
schem Glauben wird auf dem Friedhof in ihrer
Heimat eine Beerdigungsfeier für Jachja Masimow
stattfinden. Wenn die mitgebrachte Erde vom Her-
leshäuser Friedhof auf dem Heimatfriedhof ver-
streut ist, wird Jachja Masimow für sie erst wirk-
lich begraben sein und seinen ewigen Frieden ha-
ben. (H.S.; auszugsweise aus: DER SÜDRING-
GAU, Nr. 33 / 18.08.1988).
Am Grab angekommen, brach Ia Alexandrovna
Anohova in Tränen aus. Sie kniete nieder, reinigte
mit bloßen Händen die Bronzeplatte mit dem Na-
men des Bruders. Liebevoll, als wolle sie den Na-
men streicheln, berührte sie die Grabplatte, die von
ihren Tränen benetzt wurde. Konstantin Kolesow,
geb. 1914, in Schedrino Gorkow, war Landwirt. Er
starb am 12.07.1943 im Lager an der Frauenbörner
Straße an Lungen-TBC. Er war verheiratet und
hatte einen Sohn, der in Gorki wohnt.
Tränen auf dem sowjetischen
Soldatenfriedhof bei Herleshausen –
Unverhoffter Besuch aus Riga / UdSSR
Am 23.06.1988 erschien in Begleitung eines Atta-
chés des Generalkonsulates der UdSSR in Ham-
burg Frau Ia Alexandrovna Anohova aus Riga, um
das Grab ihres Bruders Konstantin Kolesow auf
dem Soldatenfriedhof bei Herleshausen zu besu-
chen.
Schon der Anblick des gepflegten Friedhofes und
der Gedanke daran, dass hier ihr Bruder mit 1.592
weiteren sowjetischen Mitgefangenen beerdigt ist,
machten den sowjetischen Besuch betroffen.
Nach einem Gebet küsste die Besucherin den Na-
men ihres Bruders, richtete sich auf und man blick-
te in ein Gesicht, das die Dankbarkeit einer einfa-
chen Frau ausdrückte. Sie konnte nur zwei deut-
sche Worte und die wiederholt sie mehrfach: Dan-
ke, … Dankeschön!
Der Attaché übersetzte anschließend die Infor-
mationen von Bürgermeister Uwe Hartmann, wie
es zur Anlage des Friedhofes gekommen ist und
warum sich in Herleshausen ein Friedhof mit sow-
jetischen Soldaten befindet, deren Namen alle be-
kannt sind.
Angesichts dieser Szenen, die sich hier wieder
einmal auf dem Friedhof abgespielt haben, kann
man dem 1973 verstorbenen Altbürgermeister Karl
Fehr nicht dankbar genug dafür sein, dass er entge-
gen den Anordnungen des Nationalsozialismus
damals darauf bestanden hat, die Todesfälle zu
beurkunden, um somit den Angehörigen nach dem
Krieg eine Nachricht zukommen zu lassen. Aller-
dings ist Frau Anohova erst vor etwa zwei Jahren
vom sowjetischen Roten Kreuz die Nachricht zu-
gegangen, dass ihr Bruder hier beigesetzt ist. […]
Ia Alexandrovna Anohova am Grab ihres
Bruders Konstantin Kolesow (Reihe 26).
Leider blieb nicht allzu viel Zeit, um Frau Anoho-
va unsere schöne Heimat zu zeigen und alles aus-
führlich zu erklären. Vielleicht hat sie die Mög-
lichkeit, ihren Besuch später einmal zu wiederho-[/cut]

Вот один из листов лагерной книги с того места:
http://www.obd-memorial.ru/Image2/getimage?id=66616446
 
SlavaKoДата: Воскресенье, 06 Март 2011, 20.25.14 | Сообщение # 2
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Отсутствует
Этот лагерь знаменателен тем, что по указанию мэра города Харлесхаузена, в котором находился лагерь, Карла Фера, все умершие заключенные были внесены в смертном регистре отдела записей гражданского состояния Харлесхаузена. Мэр Карл Фер требовал от лагерного врача свидетельства о смерти, как это предписывал неотмененный закон об актах гражданского состояния. «Кто в моей общине умрет, будет зарегистрирован и похоронен» – такова была моральная позиция государственного служащего, проявлявшего человеческое сочувствие к узникам. В итоге Карл Фер оказался единственным мэром Германии, который после войны смог предоставить Народному союзу страны по уходу за военными захоронениями списки с именами и датами всех умерших военнопленных, которых достойно захоронили. 26 сентября 1959 года состоялось официальное открытие и освящение кладбища как мемориального комплекса в его сегодняшнем виде. Наряду с другими представителями общественности в церемонии принял участие и тогдашний посол Советского Союза в Бонне. Русский православный священник освятил кладбище год спустя. В 1967 году Карл Фер был посмертно награжден за гуманное отношение к погибшим.
Более ста пятидесяти тысяч попавших в плен советских воинов удалось благодаря записям в смертном регистре отдела записей гражданского состояния Харлесхаузена.
 
SlavaKoДата: Воскресенье, 06 Март 2011, 20.30.03 | Сообщение # 3
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Отсутствует
Немного о лагере.
В 1938 году с началом строительства в этих местах новой автомагистрали были сооружены и многочисленные барачные лагеря, в которых жили рабочие. Один из этих лагерей был в середине 1940 года передан вооруженным силам Германии и переоборудован в лагерь военнопленных. Позже там размещались французские, а потом и советские военнопленные, которые участвовали в строительных работах. Когда в 1942 году в лагере «Рамсборн», недалеко от города Айзенах, разразилась эпидемия туберкулеза, трудоспособные военнопленные были оттуда переведены в лагерь «Шталаг IХ В». От прогрессирующей болезни и плохого ухода за больными этот лагерь стал для большинства лагерем смерти. Не потребовалось и тяжелой работы, чтобы уничтожить этих военнопленных. Пленные, которым удалось выжить в этом лагере, 2 апреля 1945 года были освобождены американскими войсками.
 
СаняДата: Воскресенье, 06 Март 2011, 20.52.02 | Сообщение # 4
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Отсутствует
Quote (SlavaKo)
Этот лагерь знаменателен тем, что по указанию мэра города Харлесхаузена, в котором находился лагерь, Карла Фера, все умершие заключенные были внесены в смертном регистре отдела записей гражданского состояния Харлесхаузена.

Этому мэру часто приходилось ругаться с администрацией лагеря по поводу содержания пленных.
Инспекции в лагерь направлялись постоянно.
Надо просто понимать,что любая эпидемия болезни может мгновенно и жителей его города уничтожить,это не шутка,бросать такие массы пленных на самотек.

 
SlavaKoДата: Среда, 09 Март 2011, 02.44.48 | Сообщение # 5
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Кстати, мэр города в котором находился лагерь и лагерный врач - это одно и тоже лицо. Карл Фер совмещал обе должности сразу. В Германии, как и во многих странах мира по сей день, в маленьких городках должность мэра - это неосвобожденная должность. Мэр работает на своей основной работе и совмещет ее с обязанностями мэра. После войны эстафету у Карла Фера подхватила его дочь. Именно она заботится, точнее заботилась о могилах наших военнопленных. Сейчас этим занимаются уже внуки Карла Фера. Помимо архива, который Карл Фер передал властям, у него сохранился свой архив-копия. После войны он списывался с родными военнопленных, сообщал им где лежат их родные.
 
СаняДата: Воскресенье, 20 Ноябрь 2011, 00.08.53 | Сообщение # 6
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Отсутствует
SlavaKo,
Quote (SlavaKo)
Кстати, мэр города в котором находился лагерь и лагерный врач - это одно и тоже лицо. Карл Фер совмещал обе должности сразу. В Германии, как и во многих странах мира по сей день, в маленьких городках должность мэра - это неосвобожденная должность. Мэр работает на своей основной работе и совмещет ее с обязанностями мэра. После войны эстафету у Карла Фера подхватила его дочь. Именно она заботится, точнее заботилась о могилах наших военнопленных. Сейчас этим занимаются уже внуки Карла Фера. Помимо архива, который Карл Фер передал властям, у него сохранился свой архив-копия. После войны он списывался с родными военнопленных, сообщал им где лежат их родные.


В тему разговора о мэре города!

 
СаняДата: Воскресенье, 20 Ноябрь 2011, 00.11.20 | Сообщение # 7
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Отсутствует
Кладбище советских военнопленных в Herleshausen












 
СаняДата: Воскресенье, 20 Ноябрь 2011, 00.13.31 | Сообщение # 8
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Фотографии взяты здесь
 
СаняДата: Воскресенье, 20 Ноябрь 2011, 00.28.29 | Сообщение # 9
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Отсутствует
Погибшие в 1941 году:

1.Макаров Александр Иванович
2.Шаблыка Захар Архипович
3.Лукашенко Михаил иванович
4.Хагуров Мамед Пшехигович
5.Иванов Василий Александрович
6.Рыбкин Иван Иванович
7.Лебедев Евгений Капитонович
8.Байков Василий Андреевич
9.Воронцов Петр Федорович
10.Котов Петр Артемович
11.Зуев Иван Григорьевич
12.Мараров Петр
13.Ганко Василий
14.Толчиев Анатолий
 
ТомикДата: Воскресенье, 20 Ноябрь 2011, 02.12.59 | Сообщение # 10
Модератор
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Отсутствует
Еще нашла информацию о лагере и списки захороненных.
http://www.herleshausen.de/Hmnufix....EF=http


Tamara
 
СаняДата: Воскресенье, 20 Ноябрь 2011, 02.29.38 | Сообщение # 11
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Отсутствует
Томик,
Спасибо,список захороненных в PDF формате ,вот его адрес:

http://www.herleshausen.de/Z_Graeber/Liste.pdf
 
СаняДата: Суббота, 26 Ноябрь 2011, 12.15.48 | Сообщение # 12
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Отсутствует
Номер записи 300742686
Фамилия Давыдчук
Имя Василий
Отчество Саввич
Дата рождения 23.02.1921
Место рождения Киевская обл., Дымир
Воинское звание солдат (рядовой)
Лагерный номер 65049
Дата пленения 05.07.1941
Место пленения Митава
Лагерь шталаг IX A
Судьба Погиб в плену
Дата смерти 08.02.1943
Место захоронения Херлесхаузен
Название источника информации ЦАМО
Номер фонда источника информации 58
Номер описи источника информации 977521
Номер дела источника информации 1807

http://www.obd-memorial.ru/Image2....01bdeb3
http://www.obd-memorial.ru/Image2....5d4bd7a



http://www.obd-memorial.ru/Image2....e09ab7a

 
СаняДата: Понедельник, 28 Ноябрь 2011, 14.59.28 | Сообщение # 13
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Сообщений: 65535

Отсутствует
Номер записи 301113775
Фамилия Ворк
Имя Антон
Дата рождения 17.01.1906
Место рождения Речка
Воинское звание солдат (рядовой)
Лагерный номер 6261
Лагерь шталаг IX B
Судьба Погиб в плену
Дата смерти 24.01.1942
Место захоронения Вегшайде/Бад Орб
Название источника информации ЦАМО
Номер фонда источника информации 58
Номер описи источника информации 977528
Номер дела источника информации 26

http://obd-memorial.ru/Image2....23821a0

 
Кульметьев Федор ИвановичДата: Понедельник, 05 Декабрь 2011, 18.24.06 | Сообщение # 14
Прохожий

Здравстуйте! Мой дедушка Ермуков Матвей Васильевич-1909г. призван Октябрьским РВК Татарской АССР от.01.07.1941г.- в 3(третий) арт. полк г. Казань,( Кстати он воевал в финскую компанию), имел воинское звание сержант. Считается пропавшим без вести от. .../октября -1941г. Вместе с ним призывались (узнавал в журнале записи от 1941г. в местном военкомате Нурлатский РВК Республика Татарстан) Евдокимов Константин Кондратьевич -1910г. с Гайтанкино Октябрьского района(Октябрьский РВК) ТАССР. В ЦАМО есть запись -что Евдокимов К.К. попал в плен от 09.октябрь. 1941г. в районе Вязьма (или города или речки)-умер 22.09.1943г. шталаг IХВ Херлесхаузен - лагерный номер №6444. Пропал в октябре (так=же как мой дед),призванные вместе, случайно Ермуков М.В. нет в списках попавших в плен (не только этого лагеря). Спасибо заранее, буду рад любому ответу.
 
СаняДата: Понедельник, 05 Декабрь 2011, 19.00.38 | Сообщение # 15
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Отсутствует
Кульметьев Федор Иванович,
По Евдокимову Константину Кодратьевичу данные у Вас верные! Умер в лагере Херлесхаузен и похоронен там же,вот данные:

Номер записи 300573965
Фамилия Евдокимов
Имя Константин
Отчество Кондратьевич
Дата рождения 09.10.1910
Место рождения Сайданкино
Воинское звание солдат (рядовой)
Лагерный номер 6444
Дата пленения 09.10.1941
Место пленения Вязьма
Лагерь шталаг IX B
Судьба Погиб в плену
Дата смерти 22.09.1943
Место захоронения Херлесхаузен
Название источника информации ЦАМО
Номер фонда источника информации 58
Номер описи источника информации 977521
Номер дела источника информации 1196

http://obd-memorial.ru/Image2....4abd51a
http://obd-memorial.ru/Image2....3887462



Запись о рабочих командах:



Запись о смерти в лагере-лазарете Херлесхаузен :

 
СаняДата: Понедельник, 05 Декабрь 2011, 19.07.07 | Сообщение # 16
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Сообщений: 65535

Отсутствует
Кульметьев Федор Иванович,
По Ермукову Матвею Васильевичу пока две записи в базе данных,обе касаются пропажи без вести.

Номер записи 60642383
Фамилия Ермуков
Имя Матвей
Отчество Васильевич
Дата рождения __.__.1911
Дата и место призыва __.07.1941 Октябрьский РВК, Татарская АССР, Октябрьский р-н
Воинское звание сержант
Причина выбытия пропал без вести
Дата выбытия __.10.1941
Название источника информации ЦАМО
Номер фонда источника информации 58
Номер описи источника информации 977520
Номер дела источника информации 401

http://obd-memorial.ru/Image2....90a5a46



http://obd-memorial.ru/Image2....7e551bd

 
СаняДата: Среда, 14 Декабрь 2011, 13.43.35 | Сообщение # 17
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Сообщений: 65535

Отсутствует
Лазаретная книга найденная на ОБД "Мемориал"

Первые листы книги:

http://obd-memorial.ru/Image2....aabe2c0
http://obd-memorial.ru/Image2....99a8da1
http://obd-memorial.ru/Image2....e094dde
http://obd-memorial.ru/Image2....437f31b

 
СаняДата: Понедельник, 13 Февраль 2012, 02.50.30 | Сообщение # 18
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Сообщений: 65535

Отсутствует
Номер записи 272011452
Фамилия Абуладзе
Имя Иона
Отчество Ипполитович
Дата рождения 25.05.1916
Место рождения Октября
Последнее место службы 818 СП
Воинское звание лейтенант
Лагерный номер 13180
Дата пленения 14.05.1942
Место пленения Керчь
Лагерь офлаг XI A
Судьба погиб в плену
Дата смерти 31.03.1944
Название источника информации ЦАМО
Номер фонда источника информации Картотека военнопленных офицеров
http://obd-memorial.ru/Image2....34ab11c
http://obd-memorial.ru/Image2....ef213e0
http://obd-memorial.ru/Image2....6285265
http://obd-memorial.ru/Image2....e575bbc
http://obd-memorial.ru/Image2....bb66d09
http://obd-memorial.ru/Image2....31a6faf
http://obd-memorial.ru/Image2....cf18050
http://obd-memorial.ru/Image2....1febe5b
 
ГостьДата: Четверг, 15 Март 2012, 16.24.44 | Сообщение # 19
Прохожий

Большое спасибо за такой очень подробный ответ. Извините! Нельзя ли узнать нет ли в списках попавших в плен, переведенных с России в Германию во время войны - Ермукова Матвея Васильевича-1909г(мой дед). Или это все через письмо в Дрезден. С ним еще призывались вместе 01.07.1941гг кроме Евдокимова К.-Кузнецов Петр Степанович-1910г. село Караульная Гора Октябрьский РВК Татарской АССР-умер в плену; Кузнецов Егор Степанович-1912г, ящик картотеки-05150-6 информация через ЦАМО"; а "в кремнике"- Тарту (шталаг 1"А" и 1"Б");
 
СаняДата: Четверг, 15 Март 2012, 16.36.31 | Сообщение # 20
Админ
Сообщений: 65535

Отсутствует
Гость,
Quote (Гость)
Нельзя ли узнать нет ли в списках попавших в плен, переведенных с России в Германию во время войны - Ермукова Матвея Васильевича-1909г(мой дед)


По Ермукову все что было,я Вам показал в теме,больше ничего не нахожу.
Уточняйте у немцев,возможно они что то имеют.

Quote
Кузнецов Егор Степанович-1912г, ящик картотеки-05150-6 информация через ЦАМО";


Если данные в картотеке,то искать надо фильтрационное дело в местных архивах МВД и ФСБ.
Картотеки два года назад закрыли для просмотра,это вопрос не к нам ныне,почему то начальник архива посчитал,что если мы узнаем о том,что пленный был осужден после войны,то всем плохо станет.
 
ГостьДата: Суббота, 17 Март 2012, 10.04.53 | Сообщение # 21
Прохожий

Саня !, Извините пожалуйста! Про Ермукова М.В. (мой дед) я понял-он как воду канул нигде нет? Единственное зацепка в поисках его это то что -в войну(на фронте) они встречались с одним из этих Кузнецовых, которых вернулся домой смог рассказать моей бабушке Анисие Филлиповне о встрече и вскоре он помер, был сильно израненный. А нельзя ли проверить их по этому шталагу 1" А" и 1"Б". спасибо за любой ответ. И еще про Айзенах это кому?

Ф.И.О. КУЗНЕЦОВ ЕГОР СТЕПАНОВИЧ
Год рождения 1912
Место рождения Окт, с.КараульнаяГора
Звание кр-ц
Место службы 14 ап
Место выбытия (пленения) Тарту; 27.07.41
Похоронен: шталаг 1А,1 Б
Архивные сведения:
Опись 19808
Источник КП Республики Татарстан
http://www.ipc.antat.ru/Ref/fields.asp? ... ue&p=1&ID={53BC8706-D6AB-490C-9D2A-FCB0E47B39AF}

Номер записи 407951944
Фамилия КУЗНЕЦОВ
Имя ЕГОР
Отчество СТЕПАНОВИЧ
Дата рождения __.__.1912
УМЕР В ПЛЕНУ в Шталаг 1 А(Б).
Красноармеец 14 АП (вероятно, это 14-й артиллерийский полк (АП) или ГАП - гаубично-артиллерийский полк).
Память. Республика Татарстан. Том 19.
http://www.obd-memorial.ru/Image2/filte ... 5a4ee40ce7
++++++++++++++++++++++++

Номер записи 407951953
Фамилия КУЗНЕЦОВ
Имя ПЕТР
Отчество СТЕПАНОВИЧ
Дата рождения __.__.1910
УМЕР В ПЛЕНУ.
Память. Республика Татарстан. Том 19.
http://www.obd-memorial.ru/Image2/filte ... 5a4ee40ce7
 
СаняДата: Суббота, 17 Март 2012, 10.13.58 | Сообщение # 22
Админ
Сообщений: 65535

Отсутствует
Гость,
Quote (Гость)
Ф.И.О. КУЗНЕЦОВ ЕГОР СТЕПАНОВИЧ
Год рождения 1912
Место рождения Окт, с.КараульнаяГора
Звание кр-ц
Место службы 14 ап
Место выбытия (пленения) Тарту; 27.07.41
Похоронен: шталаг 1А,1 Б
Архивные сведения:
Опись 19808
Источник КП Республики Татарстан


В ОБД пока один Кузнецоа Егор Степанович находится.
Кузнецов Егор Сиепанович погиб в лагере VIII E в Нойхаммере,есть карточка в базе данных:

Номер записи 300342276
Фамилия Кузнецов
Имя Егор
Отчество Степанович
Дата рождения 22.04.1911
Место рождения Куйбышевская обл.
Воинское звание солдат (рядовой)
Лагерный номер 50368
Дата пленения 17.08.1941
Место пленения Слоним
Лагерь шталаг VIII E (308)
Судьба Погиб в плену
Дата смерти 27.11.1941
Название источника информации ЦАМО
Номер фонда источника информации 58
Номер описи источника информации 977520
Номер дела источника информации 2434

http://obd-memorial.ru/Image2....f9b1f62
http://obd-memorial.ru/Image2....46b8297

 
СаняДата: Суббота, 17 Март 2012, 10.25.14 | Сообщение # 23
Админ
Сообщений: 65535

Отсутствует
Quote (Гость)
Номер записи 407951953
Фамилия КУЗНЕЦОВ
Имя ПЕТР
Отчество СТЕПАНОВИЧ
Дата рождения __.__.1910
УМЕР В ПЛЕНУ.
Память. Республика Татарстан. Том 19.
http://www.obd-memorial.ru/Image2/filte ... 5a4ee40ce7


Данных на него нет точных.Есть однофамилец погибший в плену В Вязьме:

Номер записи 80333667
Фамилия Кузнецов
Имя Петр
Отчество Степанович
Дата рождения __.__.1897
Последнее место службы 69 СП
Воинское звание рядовой
Судьба погиб в плену
Дата смерти 28.08.1942
Место захоронения Смоленская обл., г. Вязьма
Название источника информации ЦАМО
Номер фонда источника информации 58
Номер описи источника информации 18001
Номер дела источника информации 1220
http://obd-memorial.ru/Image2....47aacfe
 
Т_атьянаДата: Суббота, 11 Август 2012, 16.15.51 | Сообщение # 24
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Сообщений: 899

Отсутствует
Здравствуйте.

Помогите, пожалуйста, найти информацию о месте захоронения военнопленного. Сохранилась ли могила, как называется это место сегодня?

Костырев Тихон Тихонович.

Фамилия Костирев (Костырев)
Имя Тишни
Дата рождения 15.06.2012
Место рождения г. Саратов, Стара
Лагерный номер 41753
Лагерь лаг. IX С

Судьба погиб в плену
Дата смерти 13.04.1943
Место захоронения Германия, земля Гессен, Дармштадт округ, Герлесхаузен
Название источника информации ЦАМО
Номер фонда источника информации 58
Номер описи источника информации A-52398
Номер дела источника информации 7

Благодарю.
http://www.obd-memorial.ru/html/info.htm?id=300503775


Сообщение отредактировал Т_атьяна - Суббота, 11 Август 2012, 19.10.40
 
Т_атьянаДата: Суббота, 11 Август 2012, 20.13.57 | Сообщение # 25
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Сообщений: 899

Отсутствует
Когда-нибудь и я сюда приеду. Развею горсть родной земли...

http://www.herleshausen.de/Z_Historie/PDF_2_10_Rus.pdf
 
ТомикДата: Суббота, 11 Август 2012, 20.24.24 | Сообщение # 26
Модератор
Сообщений: 9170

Отсутствует
У нас в теме по лазарету в Херлесхаузене есть списки , там есть и Костерев Тешни. Смотрите здесь

http://www.sgvavia.ru/forum/130-524-151315-16-1321741778

Список .

http://www.herleshausen.de/Z_Graeber/Liste.pdf


Tamara
 
Т_атьянаДата: Суббота, 11 Август 2012, 20.46.15 | Сообщение # 27
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Сообщений: 899

Отсутствует
СерегаК, Томик, Геннадий_, огромная вам благодарность. А если раздобуду фотографию с места, внесу его в свой архив, покажу родной сестре Тихона (дай бог успеть), то буду полностью счастлива....
 
СерегаКДата: Суббота, 11 Август 2012, 20.53.26 | Сообщение # 28
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Сообщений: 1879

Отсутствует
Quote (Т_атьяна)
СерегаК, Томик, Геннадий_, огромная вам благодарность.


Да мне то за что. Видимо либо больных много было в это время,либо вылечить бойца уже невозможно было, вот и отправили. То, что он был в Айзенахе- доказывает запись за 10 марта - лазарет Вартбургблик.
Айзенахский лазарет был головным для Херлесхаузена. За годы Великой отечественной из Айзенаха в Херлесхаузен было направлено не менее 7,5 тысяч больных. Большинство в Херлесхаузене погибло


Сергей Кудрявцев
 
Т_атьянаДата: Суббота, 11 Август 2012, 20.53.30 | Сообщение # 29
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Сообщений: 899

Отсутствует
Саня, Томик, SlavaKo, Низкий вам поклон!

СерегаК, За все эти, на первый взгляд немногочисленные, на самом деле, на вес золота, и в прямом, и в переносном смысле, слова. Каждое сообщение, копирую, делаю ссылки, все фото копирую. Мне важно каждое слово, по этой теме...

Единственная путаница для меня - STALAG IX C или STALAG IX В, в котором находился Тихон? И в каком городе находился этот лагерь? Карл Фер мэр этого города или нет? Айзенах лазарет Вартбургблик - где можно почитать? Если это возможно...
 
СерегаКДата: Суббота, 11 Август 2012, 21.31.19 | Сообщение # 30
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Сообщений: 1879

Отсутствует
Quote (Т_атьяна)
STALAG IX C или STALAG IX В, в котором находился Тихон


На 99,9 % это шталаг 9С. Ибо идентичные карточки я видел в этом шталаге, бойцы были похоронены в Айзенахе (операторы ОБД часто ошибались, вводя место захоронения Бад-Зульца), и не знаю почему - но очень много таких карт, которые вот так заполнены. Тут хоть идентифицировать быстрее можно, а у меня была карта где фамилия-имя и год, но идентифицировать удалось.

Quote (Т_атьяна)
Айзенах ... - где можно почитать


В этом же разделе есть тема по Айзенаху. По нему работаю я


Сергей Кудрявцев

Сообщение отредактировал СерегаК - Суббота, 11 Август 2012, 22.16.22
 
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